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14. April 2026
Gianni Merlo in Lausanne zum AIPS-Präsidenten wiedergewählt
14. April 2026

Gianni Merlo in Lausanne zum AIPS-Präsidenten wiedergewählt


AIPS-Präsident Gianni Merlo - Credit: AIPS

Lausanne - Der Italiener Gianni Merlo ist am Sonntag am Kongress in Lausanne zum fünften Mal als Präsident des Internationalen Sportjournalisten-Verbandes (AIPS) wiedergewählt worden.

 

Merlo setzte sich in der Kampfabstimmung im Olympischen Museum gegen die Ungarin Zsuzsa Csisztu mit 83 zu 25 Stimmen deutlich durch. Der 78-Jährige, ehemaliger Reporter der «Gazzetta dello Sport», wird dem Verband damit für weitere vier Jahre bis 2030 vorstehen. Es ist die sechste und letzte Amtszeit von vier Jahren für Merlo. Der Südkoreaner Hee Don-Jung, zweiter Gegenkandidat von Merlo für das Amt, hatte sich kurz vor der Wahl aus taktischen Gründen zurückgezogen.

 

Als erste Vizepräsidentin ins total 24-köpfige Exekutivkomitee gewählt wurde mit einem Glanzresultat von rund 90 Prozent der Stimmen Evelyn Watta aus Kenia. Die weiteren Vizepräsidenten sind Gao Chao (China), Ernesto Ortiz Gomez (Uruguay), Michal Dusik (Tschechien) und Maarja Värv (Estland). Neuer Finanzchef wird der Portugiese Manuel Queiroz.

 

Credit: AIPS

 

Franzose Ventouillac neuer Präsident der europäischen Sektion

 

Bereits am Vortag fanden die Wahlen in das Exekutivkomitee der europäischen Sektion statt. Der Franzose Marc Ventouillac setzte sich dabei, ebenfalls in einer Kampfwahl, gegen den Zyprioten Erodotos Miltiadous mit 26 zu 14 Stimmen durch. Ventouillac löst den langjährigen Präsidenten Charles Camenzuli ab, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr angetreten war.

Den Wahlen in die verschiedenen Gremien waren heftige, teils erbittert geführte Wahlkämpfe vorausgegangen, nachdem sich die «alte» Führungsriege in vielen Punkten nicht einig gewesen war. Am Ende setzte sich die «Pro-Europa»-Fraktion bei allen Wahlen und Entscheiden haushoch durch.

 

Schweizer Kandidatinnen und Kandidaten standen nicht zur Wahl. Nebst Ventouillac wählten die Delegierten aber weitere Schweizer «Nachbarn» in die Führungsgremien: Die Österreicher Jo Langer (internationales Komitee) und Michael Schuen (AIPS Europe) wurden wiedergewählt, Martin Volkmar aus Deutschland nimmt neu im europäischen Komitee Einsitz. Die Namen aller Gewählten sind hier zu finden.

 

Amtszeit- und Altersbeschränkung

 

Im Zentrum des von sportpress.ch mitorganisierten 88. Kongresses der AIPS standen zwar die Wahlen, die Versammlung beschloss aber auch einige Reformen. So führte der Verband eine Amtszeitbeschränkung von 12 Jahren für alle Exekutivämter ein und Personen ab 75 Jahren können künftig nicht mehr in die Exekutive gewählt werden. Der 89. AIPS-Kongress in einem Jahr findet in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba statt.

 

Für den viertägigen Kongress in Lausanne reisten 111 Nationen in die Schweiz. Er begann am Freitag mit einem Besuch in der FIFA-Zentrale in Zürich und der «AIPS Awards Night», die wie auch der offizielle Teil des Kongresses im Olympischen Museum in Lausanne stattfand. Die Delegierten aus aller Welt besuchten weiter den UEFA-Hauptsitz in Nyon sowie am Montag das IOC und verschiedene weitere in Lausanne ansässige Sportverbände.

 

Aufruf von Sportpress zum Dialog

 

Die Schweiz, respektive sportpress.ch, war zum dritten Mal nach 1954 und 2019 Gastgeber des Kongresses. Den Schweizer Verband repräsentierte in Lausanne Interimsverbandspräsident Sandro Mühlebach.

 

In seiner Eröffnungsrede wies Mühlebach angesichts der Spannungen in der AIPS auf die Wichtigkeit des Dialogs und eines unabhängigen (Sport-)Journalismus’ hin. Wie in der direkten Demokratie der Schweiz üblich, soll auch der Journalismus die Herausforderungen dieser Zeit gemeinsam diskutieren und gemeinsam Lösungen finden. Die Schweiz und deren Umgang mit Problemen «kann für die AIPS ein vorbildlicher Weg sein für eine erfolgreiche Zukunft», resümierte Mühlebach.

11. April 2026
Peter A. Frei für sein Lebenswerk geehrt
11. April 2026

Peter A. Frei für sein Lebenswerk geehrt

Peter A. Frei aus Oberrieden ZH hat den Sportjournalismus in der Schweiz geprägt. Nun ist der 81-Jährige vom internationalen Sportjournalistenverband AIPS in Lausanne für sein Lebenswerk mit dem «Special Award» ausgezeichnet worden.

Die Würdigung erhielt Frei im Rahmen der Gala «AIPS Sport Media Awards 2025». Diese fand am Freitagabend im Olympischen Museum in Lausanne statt. Der Zürcher konnte nicht persönlich vor Ort sein und erhielt den Award deshalb im Vorfeld an seinem Wohnort überreicht von Gianni Merlo, dem Präsidenten der AIPS, und Sandro Mühlebach, dem Präsidenten ad Interim von sportpress.ch.

«PAF», wie er in der Branche bekannt ist, hat den Sportjournalismus in der Schweiz jahrzehntelang geprägt. Als Sportchef des «Blicks» und der ehemaligen Fachzeitung «Sport» sowie als langjähriger Direktor und Chefredaktor der einstigen Nachrichtenagentur Sportinformation Si (heute integriert in Keystone-SDA) berichtete er zwischen 1972 und 2018 von sagenhaften 25 Olympischen Spielen in Folge. Das ist «Weltrekord» für einen schreibenden Journalisten

Seine journalistischen Schwerpunkte waren Ski alpin und Leichtathletik. So erlebte er vor Ort auch die ersten 17 Leichtathletik-Weltmeisterschaften mit – von 1983 bis 2019 – und schrieb er von mindestens sechs alpinen Ski-WMs über zahlreiche Schweizer Erfolge. Dazu gehörten die nationale und internationale Sportpolitik zu seinen Kerngebieten.

Hinter vorgehaltener Hand wird berichtet, dass Adolf Ogi, einst Präsident des Schweizerischen Ski-Verbandes, ohne die Berichterstattung von «PAF» den Sprung in die Politik und damit auch in den Bundesrat nicht geschafft hätte.

Frei schrieb aber nicht nur über Siege, Niederlagen und Sportpersönlichkeiten, sondern erlebte auch tragische Momente der Sportgeschichte hautnah mit. Wie an seinen zweiten Olympischen Spielen, den Sommerspielen 1972 in München, als palästinensische Terroristen israelische Sportler als Geiseln nahmen.

Als Weltagenturen fälschlicherweise bereits berichteten, dass die Geiseln befreit seien, fuhr er zusammen mit einem deutschen Kollegen nach Fürstenfeldbruck. Die beiden hatten geahnt, dass die Befreiungsaktion der Geiseln auf dem dortigen Luftwaffenstützpunkt noch nicht vorbei war. Und so war es auch: Alle elf Geiseln waren tot und nicht befreit. Als Bahren mit Toten und Verletzten an ihm vorbeigetragen wurden, hatte Frei als einer der ersten die Bestätigung, dass etwas ganz Tragisches geschehen war.

Peter A. Frei war damals Sportchef beim "Blick". Bis nachts um 5 Uhr hat er zur Geiselnahme an einer Sonderausgabe geschrieben, die dann für 20 Rappen an den Bahnhöfen in Zürich und Bern verkauft wurde.

Weil er so viele Olympische Spiele abgedeckt hatte, wurde «PAF» die Ehre zuteil, vor den Spiele 2004 in Athen die olympische Fackel durch Lausanne zu tragen und sie an Bertrand Picard weiterzugeben.

Der Schweizer Sportjournalisten-Verband sportpress.ch freut sich ausserordentlich mit Peter A. Frei, der als erster Schweizer den AIPS-Ehrenpreis erhalten hat. «Peter ist auch auf internationaler Ebene eine Legende des Sportjournalismus. 25 Olympische Spiele, das schafft man nicht einfach so», sagt Interimspräsident Sandro Mühlebach. «Es ist eine verdiente Würdigung für eine auch menschlich herausragende Persönlichkeit.»

Die AIPS führt an diesem Wochenende ihren 88. Kongress durch – in Lausanne, wo die Organisation auch ihren Verbandssitz hat. Die Schweiz fungiert zum dritten Mal nach 1954 und 2019 als Gastgeber des Kongresses.


Award-ZeremonieLink


Weitere Quellen:

https://kleinreport.ch/news/der-chronist-der-grossen-sportmomente-107831/

https://kleinreport.ch/news/peter-frei-heute-wird-der-leser-oft-hinters-licht-gefuhrt-107832/

 

9. April 2026
AIPS-Kongress in der Schweiz – Wahlen, Auszeichnungen und Besuche bei Sportorganisationen
9. April 2026

AIPS-Kongress in der Schweiz – Wahlen, Auszeichnungen und Besuche bei Sportorganisationen

An diesem Wochenende findet in der Schweiz der 88. Kongress unseres internationalen Verbandes AIPS statt. Sportpress.ch fungiert als Gastgeber und Partner der AIPS für diesen Anlass, an dem die Wahlen in das Exekutivkomitee des Verbands, die Verleihung der Awards 2025 und zahlreiche Besuche bei internationalen Sportorganisationen wie IOC, FIFA, UEFA etc. im Zentrum stehen.

Nach 1954 und 2019 ist die Schweiz zum dritten Mal Gastgeber des AIPS-Kongresses. Interessanterweise jährt sich in diesem Jahr der Umzug des AIPS-Hauptsitzes nach Lausanne, der olympischen Hauptstadt, zum 20. Mal. In Lausanne, genauer gesagt im Olympischen Museum, findet auch der eigentliche Kongress statt. Am Freitag verbringen die Verbandsspitze und die Delegierten aus den 113 angemeldeten Nationen noch einen halben Tag bei der FIFA in Zürich.

Das sind die Höhepunkte des fünftägigen Kongresses:

WAHLEN: Im Rahmen des Kongresses wählt der Verband am 12. April ein neues Exekutivkomitee für die Amtszeit 2026 bis 2030. Das scheidende Gremium um den amtierenden Präsidenten Gianni Merlo trifft sich am 9. April zu seiner letzten Sitzung im Hauptquartier der FIFA in Zürich. Gewählt werden in Lausanne auch die kontinentalen Exekutivkomitees, so auch jenes von «AIPS Europe».

PROGRAMM: Die Kongressteilnehmer besuchen die Hauptsitze von fünf grossen internationalen Sportverbänden in drei Städten: die FIFA in Zürich, die UEFA in Nyon sowie das IOC, die FIVB und World Gymnastics in Lausanne. «Wir haben etwas Neues geschaffen», sagt AIPS-Präsident Gianni Merlo dazu. «Normalerweise kommen die Verbände zu unserem Kongress, um Präsentationen zu halten. Dieses Mal besuchen wir jedoch die Verbände an ihren Hauptsitzen, um zu sehen, wie sie arbeiten. Ich denke, das wird eine einzigartige und interessante Erfahrung für die Journalisten sein.»

AIPS-AWARDS. Die Gewinner der 8. «AIPS Sport Media Awards» werden am Freitag, 10. April, im Rahmen einer Gala im Olympischen Museum in Lausanne geehrt. Wir versprechen aus Schweizer Sicht eine spezielle Überraschung…

KÜNSTLICHE INTELLIGENZ UND CONTENT CREATORS: Weitere Programmpunkte sind eine Präsentation der FIBA​​und eine Podiumsdiskussion zum Thema Künstliche Intelligenz und Content Creators.

DIE ROLLE VON SPORTPRESS: Der Schweizer Verband fungiert als Gastgeber und Partner des Kongresses – ohne direkt involviert zu sein in die Organisation, die bei der AIPS liegt. Vertreten wird Sportpress.ch in Lausanne von Sandro Mühlebach, dem Präsidenten ad interim, und in Zürich bei der FIFA von Vorstandsmitglied Vedran Galijas.

Text: Sandro Mühlebach und AIPS

30. März 2026
Der Winter-König und die Sommer-Queen
30. März 2026

Der Winter-König und die Sommer-Queen

Odermatts fünfter Streich, Ditaji Kambundji triumphiert erstmals
 
Er ist der König des Schnees, sie die Königin der Hürden: Marco Odermatt triumphiert an den Sports Awards zum fünften Mal in Folge, Ditaji Kambundji wird erstmals Schweizer Sportlerin des Jahres.

Sports Awards 2025 Marco Odermatt, Sportler des Jahres, und Ditaji Kambundji, Sportlerin des JahresSports Awards 2025 29.3.2026 Copyright: SRF/Valeriano Di Domenico
Gruppenbild der Gewinnerinnen und Gewinner: hinten Christian Marti, Lars Weibel, Patrick Fischer, Leonardo Genoni
vorne: Géraldine Reuteler, Marco Odermatt und Ditaji Kambundji
Copyright: SRF/Valeriano Di Domenico
 
Für Marco Odermatt verlief der Besuch der TV-Gala in Zürich fast wie gewohnt, seit er 2021 zum ersten Mal nominiert war: Er verliess das Studio mit dem begehrten Award in den Händen. Doch bei seinem fünften Triumph in Folge war alles doch etwas anders. Der Innerschweizer reiste nach einer Reihe von Skitests direkt aus Norwegen an, um dann nicht wie gewöhnlich für seine herausragenden Leistungen in der eben zu Ende gegangenen Saison die Lorbeeren abzuholen, sondern für diejenigen der vorletzten. Der Grund war die Verschiebung der ursprünglich für Anfang Januar geplanten Sportler-Ehrung infolge der Brandkatastrophe in Crans-Montana.
 
Das Ergebnis blieb das gleiche. Kein Wunder bei Odermatts eindrücklichem Leistungsausweis: Weltmeister im Super-G, Sieg im Gesamtweltcup, dazu die kleinen Kristallkugeln in Riesenslalom, Super-G und Abfahrt sowie 17 Weltcup-Podestplätze (davon neun Siege). Das waren definitiv genug Argumente, um bei der Wahl zum Sportler des Jahres die namhafte Konkurrenz erneut hinter sich zu lassen.
 
Die Vermutung, sein Teamkollege Franjo von Allmen könnte im TV-Voting noch Boden gutmachen, bestätigte sich nicht. Der Berner Oberländer sammelte mit seinen drei Olympiasiegen - die streng genommen ausserhalb der eigentlichen Wahlperiode lagen - nicht nur starke Argumente für das kommende Jahr, sondern auch viele Sympathien beim Publikum. Für Aufsehen sorgte der Abfahrts-Weltmeister am Sonntagabend mit einer für ihn typisch kuriosen Aktion: Er liess sich in der Livesendung auf Nachfrage von Moderatorin Fabienne Gyr von dieser tatsächlich seine Glückszahl 42 in den Hinterkopf rasieren.
 
Am Ende half alles nichts: Odermatts Polster aus der Vorwahl durch die Medien sowie die Spitzensportlerinnen und Spitzensportler war zu gross. Hinter Odermatt, der 32,2 Prozent der Stimmen erhielt, reihten sich Schwimm-Weltmeister und -Weltrekordhalter Noè Ponti (21,7 Prozent) und Von Allmen (17,1) ein. Zum Rekordsieger Roger Federer fehlen Odermatt nur noch zwei Auszeichnungen.
 
Ditaji Kambundji wie ihre Schwester
 
Ditaji Kambundji schrieb mit ihrer ersten Auszeichnung zur Sportlerin des Jahres eine besondere Familiengeschichte. Sie trat in die Fussstapfen ihrer zehn Jahre älteren Schwester Mujinga, welche die Wahl 2019 und 2022 für sich entschieden hatte. Dass zwei Schwestern den prestigeträchtigen Titel gewinnen konnten, ist ein Novum in der Geschichte der Schweizer Sportlerwahlen.
 
Für die Berner Hürdensprinterin schloss sich an den Sports Awards ein Kreis: "Ich war 2019 als Begleitung von Mujinga dabei, später war ich noch einmal in der Nachwuchskategorie nominiert - da waren wir alle vier Schwestern gemeinsam im TV-Studio", erinnert sie sich.
 
Vor zwei Jahren schliesslich stand Ditaji zum ersten Mal, damals noch gemeinsam mit Mujinga, unter den sechs Nominierten in der Hauptkategorie. Am Ende hatte Lara Gut-Behrami vor Marlen Reusser die Nase vorn, Ditaji musste sich mit Rang 3 begnügen.
 
Diesmal führte kein Weg an der Hürdensprinterin vorbei: Als erste Schweizer Leichtathletin überhaupt gewann sie im letzten Herbst Gold bei einer Freiluft-WM. Bei der Wahl setzte sich Ditaji Kambundji mit 44,2 Prozent der Stimmen klar vor der Skirennfahrerin Camille Rast (16,3) und der Radrennfahrerin Marlen Reusser (14,1) durch.

Sports Awards 2025 v.l. Moderatorin Fabienne Gyr, Marco Odermatt (Sportler des Jahres), Ditaji Kambundji (Sportlerin des Jahres) und Moderator Rainer Maria Salzgeber 29.3.2026 Copyright: SRF/Valeriano Di Domenico
v.l. Moderatorin Fabienne Gyr, Marco Odermatt (Sportler des Jahres), Ditaji Kambundji (Sportlerin des Jahres) und Moderator Rainer Maria Salzgeber
Copyright: SRF/Valeriano Di Domenico
 
Fischer und seine "Lieblingsmannschaft"
 
Als Team des Jahres wurde zum vierten Mal nach 1986, 2013 und 2018 die Eishockey-Nationalmannschaft der Männer ausgezeichnet. Das Team von Patrick Fischer verdiente sich den Award mit dem vierten WM-Finaleinzug innert zwölf Jahren.
 
Fischer selbst betrat später noch einmal die Bühne, um den Award für den Trainer des Jahres entgegenzunehmen - bereits zum dritten Mal, womit der 50-jährige Zuger neu alleiniger Rekordhalter in dieser Kategorie ist. Er habe nun noch "einen letzten Tanz mit meiner Lieblingsmannschaft" vor sich, sagte Fischer in seiner Siegesrede mit Blick auf die Heim-WM im Mai, die das Ende der Ära des erfolgreichsten Nationaltrainers im Schweizer Eishockey markiert.
 
Ebenfalls ausgezeichnet wurde - wie bereits im Vorjahr - die Rollstuhl-Leichtathletin Catherine Debrunner als Paralympische Sportlerin des Jahres. Den Titel als wertvollste Spielerin im Schweizer Teamsport (MVP) sicherte sich Géraldine Reuteler. Die Fussball-Nationalspielerin ist damit die erste Frau, die in dieser 2019 eingeführten Kategorie triumphieren konnte.
 
Zum grössten Talent wurde eine Bobpilotin aus dem Kanton Schwyz gewählt. Der Award, verbunden mit einem Förderpreis der Schweizer Sporthilfe im Wert von 12'000 Franken, ging an die 23-jährige Debora Annen.

Sports Awards 2025 Gruppenbild der Gewinnerinnen und Gewinner 29.3.2026 Copyright: SRF/Valeriano Di Domenico
Gruppenbild der Gewinnerinnen und Gewinner
Copyright: SRF/Valeriano Di Domenico
16. März 2026
Baselbieter Sportjournalisten mit starkem Zuwachs
16. März 2026

Baselbieter Sportjournalisten mit starkem Zuwachs

Die 78. Generalversammlung der Vereinigung Basellandschaftlicher Sportjournalisten (VBLSJ) / Sektion BL von sportpress.ch im Clubhaus des FC Reinach BL war mit 20 Personen weniger gut besucht als auch schon. Präsident Meinrad Stöcklin (Frenkendorf), welcher der VBLSJ seit bald 30 Jahren vorsteht, berichtete von einem weitgehend problemlosen Vereinsjahr und der Vorstand konnte der Versammlung – entgegen dem allgemeinen Trend im Journalismus – fünf neue Aktivmitglieder zur Aufnahme präsentieren. Die Kandidaten Marcel Cristea (Basel), Manuel Maag (Therwil), Noah Migliazza (Basel), Marc Mutzner (Küttigen AG) und Pascal von Büren (Münchenstein) wurden nach der entsprechenden Vorstellung mit einer warmen Akklamation willkommen geheissen. Derweil hielt die Versammlung für den im letzten Jahr verstorbenen ehemaligen bz-Verleger Mathis Lüdin, einer der grössten Förderer des Sportjournalismus’ im Baselbiet und während Jahrzehnten Mitglied der VBLSJ, eine Gedenkminute ab.

Neu hat die VBLSJ 64 Mitglieder, davon verfügen 34 über den Aktivstatus. Ansonsten ist die Vereinigung der Baselbieter Sportjournalisten finanziell solid unterwegs und bereit für die kommenden Herausforderungen. Berechtigtermassen grosse Hoffnungen setzen die VBLSJ-Mitglieder in das neue Baselbieter Sportportal www.baselbieter-sport.ch, welches per 1. Juni 2026 lanciert wird und an der GV vorgestellt wurde.

Bildlegende. Von links: Peter Meier (Gemeinderat Reinach), Michael Herrmann (Vorstand), Meinrad Stöcklin (Präsident), Gerry Engel (Vorstand), Biu Phan (Präsident FC Reinach). Foto zvg

14. März 2026
Traurige Nachricht: Thomas Bürgi verstorben
14. März 2026

Traurige Nachricht: Thomas Bürgi verstorben

«Nicht die Jahre in unserem Leben zählen,
sondern das Leben in unseren Jahren.»
(A. E. Stevenson)

 
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
wir haben die traurige Pflicht, euch über den Tod von Thomas Bürgi zu informieren. Thomas ist am Donnerstag, 12. März 2026 völlig unerwartet zuhause in Rodersdorf an einem Herzversagen verstorben. Er wurde 70 Jahre alt. 
 
Uns fehlen die Worte über den plötzlichen Hinschied unseres Ehrenmitglieds und wir sind unglaublich traurig. Seit 1987 war Thomas Mitglied in unserer Vereinigung und in all den Jahren ein aktives und engagiertes Mitglied. 2009 wurde er in den Vorstand gewählt, 2013 übernahm Thomas von Vreni Kümmerli Ringgenberg das Präsidentenamt, welches er an der GV 2022 an Seraina Degen übergab.
 
Mit Thomas verlieren wir einen wunderbaren und herzensguten Menschen, der mit seiner hilfsbereiten und offenen Art viel für unsere Vereinigung getan hat und häufig auch an Anlässen teilgenommen hat. Zudem traf man ihn an ziemlich jedem Heimspiel im Joggeli bei «seinem» FCB.
 
Die Vereinigung Basler Sportjournalisten spricht der Trauerfamilie ihr aufrichtiges Beileid und tiefes Mitgefühl aus.
 
Mit stillem Gruss,
Vorstand VBSJ

Nachruf von Andreas W. Schmid in der BZ

10. März 2026
Hansruedi Camenisch ist verstorben
10. März 2026

Hansruedi Camenisch ist verstorben

Die Sektion Ostschweiz von sportpress.ch trauert um Hansruedi Camenisch. Er verstarb am 4. März 2026 im Alter von 72 Jahren wenige Tage nach einer schweren Herzoperation. Hansruedi prägte die 2022 aufgelöste Sektion Graubünden von sportpress.ch wesentlich. Von 1994 bis 2014 war er deren Präsident.
 
Nach seiner Ausbildung zum Sekundarlehrer arbeitete Hansruedi von 1978 bis zu seiner Pensionierung 2016 als Sportredaktor. 23 Jahre davon war er der Sportchef bei der «Bündner Zeitung» respektive der «Südostschweiz». Er berichtete über diverse Sportarten, seine grösste Leidenschaft aber galt dem Schweizer Eishockey und besonders dem HC Davos. Während mehrerer Jahrzehnte begleite er – zunächst noch mit der Schreibmaschine, später mit dem Laptop – den Klub intensiv. 1996 verfasste er das Buch «75 Jahre HC Davos: Triumph, Fall und Rückkehr». 2021 war er als Co-Autor am Jubiläumsbuch «100 Jahre Hockey Club Davos – legendär, leidenschaftlich, Rekordmeister» beteiligt.
 
Auch nach seiner Pensionierung war Hansruedi wenn immer möglich auf der Pressetribüne im Davoser Eisstadion anzutreffen. Seit 2016 schrieb er für die «Davoser Zeitung» über den HCD. Zudem verfasste er bis kurz vor seinem Tod auch Artikel für die Website des HC Davos und des Spengler Cup. Sein letzter Matchbesuch war am 1. Februar, als er den HCD vor der Olympiapause beim 5:2 gegen Fribourg-Gottéron noch einmal bei einem Sieg zuschauen konnte.
 
Hansruedi, der in Zizers im Churer Rheintal zu Hause war, hinterlässt seine drei erwachsenen Kinder sowie sechs Enkelkinder.
 
Im Namen von sportpress.ch spreche ich den Angehörigen von Hansruedi - insbesondre unserem Mitglied und seinem Sohn Bernhard, der mir beim Verfassen dieses Nachrufs hilfreich zur Seite gestanden ist - unser tiefempfundenes Beileid aus. Wir werden Hansruedi als Kameraden und Freund, der nicht nur im sportjournalistischen Bereich, sondern im gesamten Bündner Sport bleibende Spuren hinterlassen hat, in ehrender Erinnerung behalten.
 
Fritz Bischoff, Präsident sportpress.ch / ostschweiz

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